Wissen · Rohstoffidentität

CAS-Nummern in der Kosmetik: Wofür sie in Rohstoff- und Rezepturdaten nützlich sind

CAS Registry Numbers werden häufig genutzt, um chemische Stoffe eindeutig zu referenzieren. In Kosmetik-R&D sind sie ein hilfreiches Identitätsmerkmal, aber keine vollständige Beschreibung eines kosmetischen Rohstoffs. Mischungen, natürliche Rohstoffe, Handelsprodukte und unterschiedliche Spezifikationen machen ein breiteres Datenmodell erforderlich.

Von VYVA RedaktionRedaktionsrichtlinienStand: 4. September 2026

Kurz erklärt: Was ist eine CAS-Nummer?

Eine CAS Registry Number ist eine numerische Kennung für einen chemischen Stoff oder eine definierte chemische Entität im CAS-Register. In kosmetischen Datensätzen kann sie die Stoffidentität unterstützen, sollte aber zusammen mit INCI, chemischem Namen, EC-Referenz, Lieferant und Spezifikation betrachtet werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • CAS nicht als alleinigen Rohstoffschlüssel verwenden
  • INCI, chemische Identität und Handelsrohstoff trennen
  • Mehrere Identifikatoren und Quellen speichern
  • Lieferantenspezifische Unterschiede berücksichtigen
  • Regulatorische Bewertungen an konkreten Stoff-/Rohstoffdatensatz binden

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Warum CAS und INCI unterschiedliche Aufgaben haben

INCI ist auf die kosmetische Inhaltsstoffbenennung ausgerichtet, während CAS-Nummern chemische Identitäten referenzieren. Je nach Stoff und Rohstoff können die Beziehungen komplex sein. Eine Datenbank sollte daher verschiedene Identifier nebeneinander verwalten und ihre Quelle dokumentieren.

Handelsrohstoffe sind mehr als chemische Identität

Ein Lieferantenrohstoff enthält zusätzlich Informationen wie Reinheit, Trägerstoffe, Konservierung, Spezifikation, Herkunft, Dokumente und Preis. Auch wenn eine CAS-Nummer vorhanden ist, sind diese Daten für Formulierung und Qualität entscheidend.

CAS in Regulatory-Workflows

CAS- oder EC-Nummern können bei regulatorischer Recherche, Sicherheitsdaten und CPNP-relevanten Stoffinformationen helfen. Entscheidend ist, dass der Identifier dem tatsächlich verwendeten Stoff beziehungsweise Rohstoff korrekt zugeordnet ist.

Dubletten vermeiden

Ohne Governance entstehen leicht mehrere Rohstoffdatensätze für denselben Stoff oder dieselbe Handelsqualität. Kombinationen aus Lieferant, Produktcode, INCI, CAS/EC und Spezifikation können bei der Dublettenprüfung helfen.

Identifier im Kosmetik-Rohstoffmanagement

INCIKosmetische Inhaltsstoffbezeichnung
CAS RNChemische Identitätsreferenz
EC-NummerEuropäische Stoffreferenz, wo vorhanden
LieferantenartikelnummerKonkreter Handelsrohstoff
Interne Rohstoff-IDUnternehmenseindeutiger Datensatz

Häufige Fragen

Haftungshinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information. Er ist keine Rechtsberatung und keine regulatorische oder sicherheitsfachliche Bewertung im Einzelfall. Wir erstellen die Inhalte sorgfältig, übernehmen aber keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität; Rechtsvorschriften und Normen können sich nach dem angegebenen Stand ändern. Verbindlich ist allein der amtlich veröffentlichte Wortlaut. Treffen Sie Entscheidungen zu Ihren Produkten mit fachkundiger Unterstützung, etwa durch Ihren Sicherheitsbewerter oder Ihre Rechtsberatung. Für Schäden aus der Nutzung dieser Informationen haften wir nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit; die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit und nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften bleibt unberührt.

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